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11. Dezember 2017

Ihme-Zentrum: Neuanfang mit einem Existenzgründungszentrum

Neustart für das Ihme-Zentrum: 7 auf einen Streich!

Ihmezentrum 2015 Fassade Blumenauer Straße
Ihmezentrum - der schlummernde Klotz

Das Ihme-Zentrum muss endlich tanzen

Die Entwicklung der „Traum Ruine Zukunft“ geht weiter, aber nicht voran. Die Beteiligten belauern sich, stellen gegenseitig Forderungen, werden aber nicht konkret. Die Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum hat 10 Thesen für die Revitalisierung veröffentlicht, die als Leitfaden für die künftige Entwicklung dienen können. Aber konkret passiert ist – nichts. Ein Existenzgründungszentrum auf Teilen der brachliegenden Gewerbeflächen im Ihme-Zentrum kann jetzt ein erster Schritt sein, Bewegung in den schlummernden Klotz zu bringen.

Existenzgründungszentrum als Chance - Neustart für das Ihme-Zentrum. Klick um zu Tweeten

Auch der längste Weg beginnt mit einem ersten Schritt

Bei einer klassischen Wiederbelebung der Riesen-Immobilie würde man das komplette Sockelgeschoss umbauen und für mögliche gewerbliche Mieter herrichten. Und man müsste natürlich entsprechende Mieter finden: solvent, verlässlich und für ziemlich große Flächen. Mögliche Mieter sehen aber nur eine Ruine an einem nicht besonders attraktiven Standort. Die Sache dreht sich im Kreis. Hinzu kommen noch sehr komplexe Eigentumsverhältnisse und eine sehr komplizierte Rechtslage, die Sanierung und Revitalisierung enge Grenzen setzt.

Ein Existenzgründungszentrum löst 7 Probleme auf einmal:

  • Für ein Existenzgründungszentrum reicht es, lediglich einen Teil der Gewerbeflächen im Sockelgeschoss des Ihme-Zentrums umzubauen und herzurichten. Die Investitionen können in überschaubaren, verträglichen Schritten beginnen.
  • Die Anforderungen von Existenzgründern sind einfacher als die von ausgefuchsten Handelsketten, die ihre Forderungen maximal einzufordern verstehen.
  • Einem Existenzgründungszentrum mangelt es nicht an Interessenten, es ist schnell belegt.
  • Ein florierendes Existenzgründungszentrum belebt schnell den ersten Teil des Ihme-Zentrums und strahlt auf die restlichen Flächen ab.
  • Das Existenzgründungszentrum als Pionier-Unternehmen im Ihme-Zentrum zieht weitere Interessenten nach sich. Die Immobilie wird interessanter für weitere Investoren.
  • Die Mieteinnahmen aus dem Existenzgründungszentrum helfen bei der Finanzierung des restlichen Umbaus.
  • Ein Existenzgründungszentrum stärkt den Standort Linden und seine lebendigen Strukturen.
7 auf einen Streich: Wie das Ihme-Zentrum mit einem Existenzgründungszentrum in Schwung kommt Klick um zu Tweeten

Die Revitalisierung des Ihme-Zentrums kann am 31.08.2016 beginnen

Am 31.08.2016 bringe ich einen Antrag zur Einrichtung eines Existenzgründungszentrums im Ihme-Zentrum in den Bezirksrat Linden-Limmer ein. Ich hoffe auf Zustimmung, Unterstützung und dass das Projekt gelingen möge.

Ein Existenzgründungszentrum fügt sich in das Konzept der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum ein. Es steht auch den notwendigen städtebaulichen Veränderungen nicht im Wege: Neuordnung der Eigentumsverhältnisse, Öffnung und Durchwegung des Ihme-Zentrums. Die Belegung des Existenzgründungszentrums kann bunt und vielfältig sein.

Ein Existenzgründungszentrum ist ein erster, sinnvoller und machbarer Schritt zur Revitalisierung des Ihme-Zentrums.

Reden Sie mit und bringen Sie sich ein: Vielleicht ist schon bei der Podiumsdiskussion am 23.08.16 im Capitol dazu Gelegenheit. Spätestens aber am 31.08.2016 im Bezirksrat (um 19 Uhr im Freizeitheim Linden).

Oder kommentieren Sie meine Initiative gleich hier unten auf der Seite. Ich freue mich auf Ihre Meinung.

Update

Die Idee eines Existenzgründungszentrums im Ihme-Zentrum ist auch bei den Machern des „Experiment Ihme-Zentrum“ auf Interesse gestoßen. Ich hatte Gelegenheit die Idee in einem Interview ein wenig auszumalen: Das Ihme-Zentrum als Start-up-Location.

Was bisher geschah:

Die Stadt droht mit Auszug

Zuletzt hatte die Stadt mit Auszug gedroht, wenn Sanierung und Revitalisierung nicht endlich voran kommen würden. Der große Showdown zum Ihme-Zentrum war am 9. Juni im Hodlersaal, Neues Rathaus. In einer gemeinsamen Sondersitzung von Aussschuss für Angelegenheiten des Geschäftsbereiches des Oberbürgermeisters und dem Stadtbezirksrat Linden-Limmer stellte die Stadt einen Sachstandsbericht und ihre Pläne zur Verhandlung mit dem Investor vor.

Doch dieses Vorpreschen der Stadt ist relativ sinnfrei und schadet dem Ihme-Zentrum und seinen Mietern mehr, als dass es irgendeinen Fortschritt bringt. Die fragliche Drucksache 1367/2016 und die Sondersitzung werden hier ausführlich erklärt und kommentiert: „Die Abrissbirne für das Ihme-Zentrum„. Tatsächlich rudert die Stadt alsbald zurück und versucht bis heute Schadensbegrenzung zu betreiben.

Der Investor droht zurück

Bis dahin war der Investor ein Phantom: Niemand kannte ihn oder hatte ihn gesehen. Anfang diesen Monats stellt sich der Investor Amir Dayan der Ratspolitik öffentlich vor. In der Sache nichts neues oder konkretes. Es bleibt bei vagen Versprechen und wolkigen Plänen. Aber in einem Punkt überrascht der Investor dann doch: Intown, die Investorengesellschaft, fordert eine Zusage der Stadt, dass sie Mieter bleibt. Nur dann wolle Intown mit der Sanierung und Revitalisierung überhaupt beginnen. Das nennt man Pattsituation.

Ein Existenzgründungszentrum als Lösung

Mit einem Existenzgründungszentrum setzt sich überhaupt erstmals etwas konkret in Bewegung. Der Aufwand ist überschaubarer als eine sofortige Komplettsanierung. Die Stadt wird zum Investor und Auftraggeber gegenüber dem Eigentümer Intown. Einerseits kommt sie ihm damit entgegen. Andererseits betreibt sie damit Wirtschaftsförderung, investiert so in den Standort und wird auch vom Erfolg profitieren. Das Geld ist also nicht weg, sondern sinnvoll investiert.

Hier mitreden: Ein Existenzgründungszentrum im Ihme-Zentrum und der Klotz kann tanzen. Klick um zu Tweeten

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  1. Kommunalwahl Folge 3: Meine Bilanz aus dem Bezirksrat Linden-Limmer 2016

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