Neulich
24. November 2017

Das Fössebad und der Wählerwille

Wie Parteien die Wahlverdrossenheit schüren

Bild protestierende Kinder im leeren Freibadbecken vom Fössebad
Kein Wasser da? Linden brennt!

Bei der Kommunalwahl wurde der Wähler hinter die Dusche geführt: Kein Wort zur Abschaffung vom Freibad in der Fösse. Das können wir in den zwei kommenden Wahlen würdigen. Demokratie ist, wenn der Wähler spricht.

Wer 2 Petitionen ignoriert gehört abgewählt #Heinzmussbleiben #FoesseFREIbad Klick um zu Tweeten

Fössebad und Béi Chéz Heinz müssen Wahlkampfthema werden

Es wird eng für die Fraktion der Vereins-Lobbyisten und die SPD sieht ihre Felle davon schwimmen: Das sogenannte Bäderkonzept mit einem Sportbad statt Familienbad mit Außenbecken hat keine Mehrheit mehr. Teile der Grünen besinnen sich – spät, aber noch nicht zu spät – was seit Jahren Beschlusslage und Mehrheitsmeinung der Bürgerinnen und Bürger ist.

Schon bei der Initiative der CDU – Finanzierung und Baupläne zwischen Misburg und Linden-Limmer zu tauschen – klagte die SPD, dass das Fössebad jetzt zum Wahlkampfthema gemacht werden soll. Angesichts der schwindenden Mehrheit wiederholt sie ihre Klage.

Natürlich gehört das Fössebad und der Erhalt des Chéz Heinz in den Wahlkampf – was denn sonst?! Hat die SPD etwa Angst vor dem Wähler? Meint die SPD vielleicht, erstmal gewählt, könne sie machen was sie will?

Der Entschluss, ein Sportbad mit 50-Meter-Olympiabahn anstatt eines Familienbades zu bauen, lag schon vor der Kommunalwahl 2016 in der Schublade. Verwaltung und Rot-Grüne Ratsfraktion sind mit dem Thema bewusst auf Tauchstation gegangen. Weil sie genau wussten, dass sie mit dieser Idee bei der Kommunalwahl Schiffbruch erlitten hätten. Deshalb muss jetzt bei der Wahl von Bundestag und niedersächsischem Landtag das Wähler-Votum nachgeholt werden! Keine Partei darf glauben, dass ihre Handlungen und Entscheidungen ohne die Bewertung durch die Wählerinnen und Wähler getroffen werden können. Wir nennen das Demokratie.

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Der Olympia-Fraktion gehen die Argumente aus

Der Erhalt des Chéz Heinz und des Familienbades in der Fösse ist möglich und machbar. Die Pläne und Konzepte dafür liegen auf dem Tisch. Sie werden aber von Verwaltung und den Vereins-Lobbyisten geflissentlich ignoriert und verleumdet.

Der Tausch von Plänen und Finanzierung zwischen Misburg und Linden-Limmer ist der Königsweg zu einer Lösung. Dazu lässt die SPD aber über die Presse verlauten, in Misburg wolle niemand ein 50-Meter-Becken. Nur: In Linden-Limmer will auch niemand ein 50-Meter-Becken, außer vielleicht Bernd Seidensticker von der WASPO. Auf ihre Wähler in Misburg will die SPD hören, auf die Wähler in Linden-Limmer nicht?

FDP argumentiert mit alternativen Fakten

Die FDP wiederum ätzt gegen das Chéz Heinz, „es sei nicht kommunale Aufgabe, einen gewerblichen Clubbetreiber unterzubringen“. Was für ein Quatsch: Das Béi Chéz Heinz ist ein Verein, der seit Jahrzehnten – ohne einen Cent Zuschuss – einen wesentlichen Beitrag dazu leistet, dass sich Hannover UNESCO City of Music nennen darf. Was die Stadt gerne aber eben undankbar zur Kenntnis nimmt.

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Bindert will vermitteln? Der Bock will sich zum Gärtner machen!

Zum Glück beweisen zwei Grüne aus Linden urgrüne Tugenden: Hören auf den Bürgerwillen und die Basis: Auf einer Mitgliederversammlung haben die Grünen beschlossen, Freibad und Béi Chéz Heinz zu erhalten. So gestärkt stellen die beiden Lindener Vertreter im Rat der Stadt ihre Zustimmung zu den Sportbad-Plänen in Frage.

Daraufhin bringt sich der sportpolitische Sprecher der Grünen Mark Bindert als Vermittler zwischen Parteibeschluss und Fraktionswillen ins Gespräch. Da staune ich: Ist es der gleiche Mark Bindert, der schon 2014 im Alleingang das Fössebad abreißen und in die Wasserstadt verlegen wollte und sich dann vor der Podiumsdiskussion gedrückt hat? Der gleiche Mark Bindert, der sich meines Wissens nach zum Thema Fössebad genau ein einziges Mal im Stadtbezirk hat blicken lassen?

Ja, Hannover braucht ein zweites Sportbad mit 50-Meter-Bahn

Richtig ist, dass Hannover ein zusätzliches Wettkampfbad braucht. Schon deshalb, weil das Stadionbad in weiten Teilen abgängig ist. Wie marode das Stadionbad ist kann man schon daran ablesen, dass es für geplante 1½ Jahre geschlossen und für einen irrwitzigen Betrag saniert werden muss – ganz zu schweigen von den Summen, die schon bisher in das Stadionbad gesteckt werden mussten. Aber dann soll sich Hannover auch dazu bekennen. Ein zweites Sportbad für Hannover ist eine gesamtstädtische Aufgabe. Diese Aufgabe darf nicht auf Kosten der Familien und eines Stadtbezirks umgangen werden.

Am 24. September und am 15. Oktober wird gewählt. Familien, Fössebad und Béi Chéz Heinz stehen ebenfalls auf dem Wahlzettel! Gehen Sie wählen!

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