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20. August 2017

Fössebad und Chéz Heinz: Entscheidung im August?

Blick aufs Podium bei Infoveranstaltung Fössebad im Freizheitheim Linden 20.05.16
Die Stadt stellt 5 Varianten zum Fössebad vor

Die Stadt hat sich wirklich Mühe gegeben und zu einer Öffentlichkeitsbeteiligung zum Fössebad eingeladen. Vorgestellt werden noch einmal die fünf Varianten, die zur Diskussion stehen:

  • Die Sanierung des Fössebades, wobei die Halle und das 25-m-Becken neu gebaut werden (müssen): 20 Mio. €.
  • Die Sanierung des Fössebades, wobei die Halle mit einem 50-m-Becken neu gebaut wird: 24,6 Mio. €.
  • Neubau mit 50-m-Becken, Lehrschwimmbecken und Sauna: 25 Mio. €.
  • Neubau mit 50-m-Becken, Lehrschwimmbecken aber ohne Sauna: 23,1 Mio. €.
  • Neubau mit 25-m-Becken, Lehrschwimmbecken, Eltern-Kind-Becken, ohne Sauna 19,8 Mio. €

Ein Freibadbereich ist in allen Varianten enthalten.

Das Programm

Die von den Architekten und Ingenieuren Krieger vorgestellten Optionen zeigen die grundsätzliche Zusammenstellung der einzelnen Komponenten – das „Raumprogramm“ im Planer-Sprech – ein konkreter Bauplan sind sie nicht. Bei den Plänen hat man sich auf die Kernaufgaben eines städtischen Bades konzentriert. Ebenso sind die konkurrierenden Bäder im Umfeld mit ihren Angeboten berücksichtigt. Das Bad soll sich in die Bäderlandschaft Hannovers einfügen. Ein privater Investor, so der Architekt Thomas Kalman, würde aggressiver vorgehen, mit Attraktionen die umliegenden Bäder zu übertrumpfen versuchen. Trotzdem: Ich finde die skizzierte Ausstattung schon ein wenig karg.

Wie soll das neue Fössebad werden?

Hannovers Sport- und Sozialdezernentin Konstanze Beckedorf nennt als Ziel ein Stadtteilbad, das den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger in Linden-Limmer entspricht. Ich interpretiere das als „Familienbad“, denn unser Stadtbezirk ist ein ausgesprochen junger Stadtteil mit einem großen Anteil an Familien mit Kindern. Dennoch bemerke ich viele Signale, die für eine Variante mit 50-m-Becken sprechen. Denn die Nachfrage nach sportlich ausgerichteten Wasserflächen sei groß und nur das Stadionbad bietet zur Zeit ein 50-m-Becken in der Halle.

Öffentlichkeitsbeteiligung: gut gemeint, schlecht genutzt

Austausch in kleinen Gruppen

Leider hatten nur wenige den Weg ins Freizeitheim gefunden und das Gesprächsangebot der Stadt genutzt. Von den Betreibern des Fössebades, dem Förderverein oder der WaSpo habe ich niemanden auf der Veranstaltung gesehen. Das finde ich ärgerlich. Es reicht nicht Lobbyarbeit zu machen und bei den Parteien die Klinken zu putzen. Ich meine, sich dem öffentlichen Austausch zu stellen gehört dazu.

Das Team von Chéz Heinz hingegen hat die Chance genutzt, die Informationen und Diskussionen aufmerksam verfolgt und in etlichen Gesprächen Überzeugungsarbeit geleistet.

Wann geht es weiter mit dem Fössebad? Wann entscheidet sich die Zukunft des Chéz Heinz?

Die Verwaltung wird nun eine Drucksache erstellen, in der sie dem Rat und dem Bezirksrat eine Variante für Sanierung oder Neubau des Fössebades vorschlagen wird. Sportdezernentin Beckedorf kündigt an, diese Empfehlung nach der Sommerpause vorlegen zu wollen. Also im August erfahren wir wie es weiter geht. Bis August haben wir Gelegenheit für die Idee zu werben, wie das Chéz Heinz am Standort Fössebad erhalten werden kann.

Wo sind die Bürger, wenn man sie mal braucht?
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